Neues Material: Nike Lunarglide+ 5 Livestrong Ed.

Am Lunarglide+ 5 kam ich während des USA-Trips nicht vorbei und somit ergänzt ein weiteres Paar Laufschuhe mein Laufequipment. Auch wenn Nike den Vertrag mit Lance Armstrong nicht weiter verlängert hat – im Outlet gab es noch Exemplare des Lunarglide+ in der Livestrong Edition. Man mag von der Dopingaffaire um Lance Armstrong und vom Doping im Radsport im Allgemeinen halten was man möchte, ich persönlich finde es gut, dass er sich mit seiner Stiftung, der Lance Armstrong Foundation, für Betroffene sowie den Kampf gegen Krebs stark macht. Zusammen mit der Tatsache, dass die Livestrong-Edition in schwarz/gelb/weiß eine der attraktivsten und auch im Alltag tragbarsten Farbkombinationen darstellt, war für mich Grund genug, hier guten Gewissens zuzugreifen.

Interessante Preisgestaltung

Wer sich ein wenig auf der deutschen und der amerikanischen Webseite von Nike umschaut, stellt schnell fest, dass die Preise der Schuhe in Europa von den Ziffern exakt den Preisen in den USA entsprechen. Bei den derzeitigen Wechselkursen entsprechen die $110 für einen Lunarglide+  in den USA einer Differenz von fast 40% zu den €132, die derselbe Schuh bei Bestellung aus Deutschland kostet (Stand 02/2014). Selbst bei einer 1:1 Umsetzung von Dollar in Euro (also 110€ statt $110), die ich vor der Abreise ermittelt hatte, entspricht die Differenz noch mehr als 25%. Verständlich also, dass ich bei dem Angebot von rund $90 im Nike-Outlet nicht widerstehen konnte. Da der eigentlich von mir favorisierte Schuh Nike Free 3.0 in keiner akzeptablen Farbkombination im Outlet zur Verfügung stand (mit einem Schuh in Coralrot wollte ich dann doch nicht durch die Gegend laufen), fiel die Entscheidung für den Lunarglide+ 5 leicht.

Technische Details zu dem Schuh kann ich nicht allzu viele geben. Für einen ausführlichen Produkttest habe ich bislang noch zu wenig Kilometer mit dem Schuh absolviert, ich habe ihn derzeit eher als Alltagsschuh im Einsatz, denn als Laufschuh. Aber der Einsatz als Laufschuh folgt noch, ist der Lunarglide+ 5 doch genau wie der Brooks Adrenaline GTS ebenfalls ein Stabilschuh.

Der Lunarglide+ 5 im Einsatz

Lunarglide+ 5 Livestrong Edition mit BoxDer erste Eindruck bestätigt die im Netz zu findenden und auf den Webseiten von Nike und den Shops angegebenen Details. Der Mesh-Innenschuh umhüllt den Fuß und sorgt tatsächlich für eine sehr bequeme Passform. Der Vergleich des Mesh-Materials mit einer Socke ist gar nicht so verkehrt. Ich freue mich bereits jetzt darauf, den Schuh bei sommerlichen Temperaturen einmal barfuß zu laufen, also ohne zusätzliche Laufsocken.
Ob sich die Einlegesohlen der Schuhe wirklich wie versprochen der Form des eigenen Fußes anpassen kann ich nicht beurteilen. Angeblich bietet sich so eine individuelle Passform und somit auch ein verbesserter Halt im Unterfußbereich. Möglicherweise ist das tatsächlich so. Der Lunarglide 5 fühlt sich jedenfalls am Fuß sehr angenehm an.

Die Sohle weist kein sonderlich ausgeprägtes Profil auf, was sich bei verschmutztem und somit unter Umständen rutschigem Untergrund sofort bemerkbar macht – man rutscht weg. Für matschige Waldwege ist der Schuh somit eher nicht geeignet, auch wenn die tiefen Flexkerben eine erhöhte Flexibilität (beim Laufen über Wurzeln ja sicherlich nicht so verkehrt) und ein geschmeidiges und effizientes Laufverhalten versprechen. Beides kommt einem beim Laufen auf Asphalt aber sicherlich gleichermaßen zugute.

Eine Aufnahme für den Nike+ Sensor ist bei diesem Schuh vorhanden. Ich selbst habe Nike+ schon seit längerem nicht mehr im Einsatz, da ich mittlerweile keinen iPod mehr beim Laufen dabei habe, seit er bei einem regenintensiven Training den Geist aufgegeben hat. Da der Sensor zudem beim Tracken der Strecke mittels App im Mobiltelefon ohnehin nicht mehr notwendig ist, ist die Aussparung im Schuh für mich persönlich jetzt eher überflüssig.

Der Schuh trägt sich vergleichsweise leicht. Er kommt natürlich nicht an die Vibram FiveFingers heran, aber im Vergleich zum Brooks, ist er aber deutlich leichter.
Wen die Gewichte in Größe 11/11.5 interessieren, hier der Vergleich:

  • Saucony ProGrid Guide 2 (11.5): 362 Gramm
  • Brooks Adrenaline GTS 13 (11.5): 352 Gramm
  • Nike Lunarglide+ 5 (11.0): 305 Gramm
  • Vibram FiveFinger Speed (10.0): 175 Gramm

Lunarglide+ 5 Livestrong EditionAls leichter Racing Schuh (wie z.B. der Flyknit Racer) geht der Nike damit natürlich noch lange nicht durch, aber das ist ja auch nicht der ihm zugewiesene Zweck. Ein spürbarer Unterschied zu meinen bisherigen Schuhen ist es aber interessanterweise dennoch. Welchen der Schuhe ich künftig bei Wettkämpfen laufen werde oder ob ich mir für diesen Zweck doch noch einen Lightweight Racing Schuh zulegen werde, wird sich erst noch zeigen müssen und sich sicherlich erst noch nach vielen weiteren Trainingseinheiten herauskristallisieren.

 

Kategorie(n): Equipment, Laufen, Sport
Tags: , , , , ,

Eine Reaktion in einen anderen Blog/Artikel

  1. […] 223 Gramm. Der Schuh ist damit also nochmal um 82 Gramm leichter, als der Nike Lunarglide+ 5 (mein Testbericht zum Lunarglide) und lediglich 48 Gramm schwerer als meine Five Fingers […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.